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So 26.11.
18:15
dtF
Mi 29.11.
15:00
OmU

Teheran Tabu

Regie: Ali Soozandeh
Darsteller: Elmira Rafizadeh, Zar Amir Ebrahimi, Arash Marandi, Negar Nasseri, Bilal Yasar, Morteza Tavakoli, Alireza Bayram, Klaus Ofczarek
DE/AT 2017, 96 Min., dt.F. oder farsi.OmU, Schulvorstellungen
Läuft seit 16.11.2017
 feste Termine im  FilmABC

Ein intimes Bild des Irans

Pari arbeitet als Prostituierte. Sohn Elias ist immer dabei, wenn sie zu ihren Freiern geht. Ihr Mann sitzt seit fast zwei Jahren wegen Drogen im Gefängnis. Sie hat den Falschen geheiratet. Um sich scheiden zu lassen, obwohl ihr Mann nicht einverstanden ist, geht sie zu einem Religiösen Richter. Der hat eine Bedingung…

Sara wohnt nebenan und langweilt sich. Sie würde gerne arbeiten gehen, aber ihr Mann gibt seine Einwilligung nicht.
Die Studentin Donya hat den jungen Babak in einem Nachtclub kennengelernt. Die beiden haben eine Nacht verbracht. Das war ein großer Fehler. Donya soll nächste Woche heiraten und jetzt ist sie keine Jungfrau mehr. Das wird kontrolliert…

Der iranische Film liegt danieder. Das Land, in dem über Jahrzehnte jede Woche eine neuer einheimischer Film in die Kinos kam, produzierte 2005 noch 26 Filme. Auf Abbas Kiarostami und Mohsen Makhmalbaf folgten Jafar Panahi und Asghar Farhadi. Aber die Ersteren sind gestorben, der andere hat Hausarrest, der letzte dreht im Ausland. Ali Soozandeh lebt in Europa und erzählt aus dem Iran. Er hat seinen Film in Wien gedreht – vor einem Green Screen! So kann er seine Darsteller vor einem (animierten) orientalischen Hintergrund spielen lassen. Außerdem sind die Bilder mit Rotoskopie bearbeitet (wie zuletzt ,Waltz with Bashir’). Diese technischen Entscheidungen mal beiseite gelassen, ist ,Teheran Tabu‘ ein kompromissloses Werk, das die Zustände im Iran gnadenlos offenlegt. Oder, wie der Regisseur es sagt: „Mal ein wahres Bild des Iran, weder 1001 Nacht, noch iranische Atombomben.“