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Di 17.10.
22:30
engl.OmU

Blade Runner

Final Cut von 2007
Regie Ridley Scott
Drehbuch Hampton Fancher, David Webb Peoples
Kamera Jordan Cronenweth
Musik Vangelis
Darsteller Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward J. Olmos, Darryl Hannah, M. Emmet Walsh, Joe Turkel
USA 1982, 118 Min., engl. O.m.U., ab 16
 feste Termine im  FilmABC
 und 17.10. um 22:30 Uhr

Sean Young

Das Original in der 2007er-Fassung von Ridley Scott

Los Angeles im Jahr 2019 erstreckt sich von Horizont zu Horizont. Den bekommt man aber nie zu sehen, da die Stadt tief unter einer Smogwolke liegt, aus der ein immer währender Regen fällt. Die düstere, überbevölkerte Megapolis wird zum Heuhaufen, in dem Harrison Ford nach vier entlaufenden Robotern suchen soll. Diese „Replikanten“, Menschen ähnlich, allzu ähnlich und eigentlich für den Dienst im Weltall gebaut, haben ihre Stationen verlassen und sind – von ihrem „Lebenswillen“ getrieben – auf die Erde gekommen, um eine Verlängerung ihres technisch auf vier Jahre begrenzten Lebens zu erreichen!

Nachdem Philip K. Dicks Roman „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ 1968 erschienen war, hatte Hampton Fancher1974 ein erstes Drehbuch geschrieben, nachdem sein Freund Michael Deeley Dick die Rechte abkaufen konnte. Durch mehrere Skript-Versionen wurden aus den im Buch durchgehend grausamen und unsympathischen Androiden differenzierte, intelligente Persönlichkeiten. Fancher und Deeley ersannen die Grundstimmung eines Detektivfilms und sie waren es auch, die den Titel freikauften – den ursprünglich ein Drehbuch von William S.Burroughs trug, das dem Wort Bladerunner jedoch eine ganz andere Bedeutung gab.

1980 stieß Ridley Scott zu dem Projekt. Der engagierte David Peoples und es enstanden weitere Drehbuch-Versionen. Dabei rückte allmählich die Konfrontation zwischen dem ,privat eye‘ Deckard und dem Androiden Batty in den Mittelpunkt. Philip K. Dicks böse Androiden waren mittlerweile zu den Trägern menschlicher Gefühle geworden und übernahmen – hollywood-like – die Rolle von tragischen Helden. Nach Abschluss der Dreharbeiten fiel der Film in Test-Vorstellungen durch und Regisseur und Produzenten stritten lange und wiederholt um das richtige Ende für den Film. Da Ridley Scott sich schließlich (in dem langwierigen Rechtsstreit) durchsetzen konnte, erschienen 1992 sein „Director’s Cut“ und schließlich 2007 sein „Final Cut“. In beiden hat Ridley Scott den Off-Kommentar entfernt, den er und Harrison Ford immer wieder kritisiert hatten, und das Happy End der ersten Kinofassung entfernt.

Der neue „Blade Runner“ mit Ryan Gosling ist hier.