Jud Süss – Film ohne Gewissen
Regie Oskar Roehler
Darsteller Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Justus von Dohnányi,
Armin Rhode, Robert Stadlober
Österreich/BRD 2010, 120 Min., ab 12
Start ab 23.9.
Schulvorstellungen


Justus von Dohnányi
spielt den Regisseur Veit Harlan
Wie weit kannst Du gehen?
Berlin 1939. Der wenig erfolgreiche Theater- und Filmschauspieler Ferdinand Marian hat eine Audienz bei Göbbels. Der Propagandaminister will den ultimativen Anti-Juden-Film drehen und sucht einen Hauptdarsteller für die Rolle des Juden Süß. Marian sieht den Film als Chance und willigt schließlich ein, obwohl ihm nicht wohl bei der Sache ist.
In seinem neuen Film erzählt Oskar Roehler die Geschichte eines Schauspielers, der an seiner Kollaboration mit dem Regime zerbricht in einem Kaleidoskop von Szenen aus den Jahren 1939 und 1940.
Auf der Berlinale gingen die Wogen des Für und Wider hoch her. Vor allem Moritz Bleibtreu’s Darstellung von Joseph Goebbels wurde als „übertrieben“ empfunden. Sehen Sie selbst...!
Umfangreiches Material des Verleihs (-> unter „Downloads“)
,Jud Süss‘ von 1940
Der Regisseur Veit
Harlan und die Drehbuchautoren „würzten“ die Story mit einer Vergewaltigung, bei der Süss seine Macht als Geldgeber ausnutzt.
20 Millionen Menschen in Deutschland und Europa hatten bis 1945 den Film gesehen.
Bildungsvorstellung mit Gast
Anmeldung über office@abaton.de
Wir zeigen das Original am 13.11. um
15.00 Uhr
mit einer Einführung durch
den Filmhistoriker Dr. Joachim Paschen.
Dazu läuft zuvor um 13.00 Uhr zum Vergleich
der neue Film von Oskar Roehler ,Jud Süß – Film ohne Gewissen‘.
Wer war Jud Süss ?
Der Jud Süss in Veit Harlans Film hat eine historische Vorlage.
Joseph war ab 1733 „Gemeiner Finanzrat“ unter Herzog Karl Alexander von Württemberg. Um den Schuldenberg abzubauen und den luxuriösen Lebensstil des Herzogs zu finanzieren, führte er u.a. einen Straßenzoll ein, der sehr schlecht aufgenommen wurde. Mit seiner rigiden Steuerpolitik
brachte er die Stände gegen sich auf (vor allem die evangelischen gegen den katholischen Herzog).
Mit
dem frühen Tod des Herzogs verlor Oppenheimer seinen Schutz. Er wurde verhaftet und nach einem mehrmonatigen Prozess schließlich zum Tode verurteilt und hingerichtet.