Space Tourists
Regie Christian Frei
Kamera Peter Indergand
Musik Edward Artemyev, Jan Garbarek
Schweiz 2010, 90 Min., engl./russ. O.m.U.
Läuft seit 29.7.,
fest
21.8. um 13.00, 22.8. um 11.00
Schulvorstellungen

Preisgekrönte Doku über westliche Träume und östliche Raumfahrt
Ein Rudel Helikopter lässt sich suchend in einiger Höhe über eine schier endlose Ebene treiben. Da! Eine Sojuskapsel stürzt vom Himmel herab und knallt weit voraus in einer Staubwolke auf die Erde. Drei Menschen werden aus der Kapsel befreit. Zwei Russen und eine Amerikanerin...
Das russische Raumfahrtprogramm bietet seit einigen Jahren zahlungskräftigen Erdbürgern die Möglichkeit, zehn Tage auf der internationalen Raumstation im All zu verbringen: 20 Millionen Dollar kostet das Ticket für den Trip mit den Kosmonauten ins All. Die im Iran geborene US-Millionärin Anousheh Asari hat sich diesen Traum erfüllt.
Im nächsten Moment sind wir wieder in den unbewohnten Weiten der Taiga. Wir begleiten die Männer, welche die herabgestürzten Teile der Trägerraketen suchen und die wie Cowboys leben, während sie in einer wochenlangen Materialschlacht ihre Funde für den Weiterverkauf nach China zerkleinern. Mit dem Fotografen Jonas Bendiksen streifen wir durch die Ruinen der Weltraumstadt Baikonur. Dann sind wir bei den Bauern im Altai-Gebirge, denen immer wieder die weiteren Stufen der Raketen auf den Kopf fallen, und bei einem jungen russischen Weltraum-Eroberer, der – in einerm Projekt von Anousheh Asari – nach Methoden sucht, zu einem „vernünftigen Preis“ ins All zu reisen...
Der schweizer Dokumentarfilmer Christian Frei nimmt uns – wie schon ein seinem ,War Photographer‘ – mit auf eine Reise in eine unbekannte Welt. Seine traumhaft nüchternen ,Space Tourists‘ wurden beim Sundance Film Festival als Bester ausländischer Dokumentarfilm ausgezeichnet.