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Manga-Werkschau
   Hayao Miyazaki

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Werkschau Hayao Miyazaki

Zusammen mit einer Preview seines neuen Films ,Chihiros Reise ins Zauberland‘ bringen wir Anfang März ,den ganzen Miyazaki‘ auf die Leinwand - eine Kooperation mit INDAC 2003 in Köln (International Nights and Days of Animation Cologne) und dem Japanischen Kulturinstitut.

Die Reihe am beginnt am 3.3. um 20 Uhr mit Miyazakis (inzwischen vor-)letztem Film:
,Chihiros Reise ins Zauberland‘, in der Spätvorstellung folgt ,Kikis Delivery Service‘
(dt.Tit.: ,Hexen-Spezial-Lieferung‘).
Am 4.3. springen wir zurück zu ,Nausicaa‘, dem ersten großen Erfolg aus dem Jahr 1984.

Am 7.3. gibt es in der Spätvorstellung ein Double-Feature aus ,Das Leuchtkäfergrab
und ,Mein Nachbar Totoro‘, die zur gleichen Zeit in den japanischen Ghibli-Studios entstanden.
INDAC-Initiator Johannes Wolters ist zu diesem Double-Feature am 7.3. zu Gast.
Am 8.3. um 13.00 erzählt Johannes Wolters alles Wissenswerte über Nausicaa.

Darauf folgen ...
das Kinder-Abenteuer ,Laputa - Das Schloß in den Wolken‘,
die Geschichte einer jungen Frau ,Erst Gestern‘,
der verzweifelte Krieg der Waschbären gegen eine Großbaustelle in ,Pom Poko‘,
die Liebes- und Selbstfindungsgeschichte ,Ein Flüstern im Herzen‘,
das Fantasy-Abenteuer ,Prinzessin Mononoke‘ und
die japanische Gesellschafts-Glosse ,Meine Nachbarn, die Yamadas‘.





Chihiros Reise ins Zauberland
Sen to Chihiro no Kmaikaushi
von Hayao Miyazaki
Produktion: Toshio Suzuki
Musik: Joe Hisaishi
Japan 2001, 125 Min., dt.F.
3.3. um 20.00

Die 10jährige Chihiro sitzt auf dem Rücksitz zwischen den Einkaufstaschen. Plötzlich sieht sie eine seltsame Steingestalt am Rande der Straße im Wald stehen. Ihr wird mulmig zumute. Die Familie kommt auf das Gelände eines stillgelegten Vergnügungsparks, wo seltsame Dinge vor sich gehen. Schon haben sich die Eltern in grunzende Schweine verwandelt. Wie Alice im Wunderland dringt Chihiro immer tiefer in den Park ein und erlebt dort ein geheimnisvolles Abenteuer in einer Welt alter Mythen.

,Chihiro‘ war in Asien der erfolgreichste Film von Miyazaki. Es ist der erste Film, der 200 Millionen Dollar eingespielt hatte, bevor er in den USA startete. In Berlin hat er den Goldenen Bär bekommen. Im Juni wird er in den deutschen Kinos starten.




Nausicaa aus dem Tal der Winde
Kaze no Tani no Nausicaa
von Hayao Miyazaki
Produktion: Isao Takahata
Musik: Joe Hisaishi
Japan 1984, 117 Min., O.m.engl.U.
4.3. um 22.30,
8.3. um 13.00 mit Einf.

Die Prinzessin Nausicaa lebt in einem Tal, umgeben von Wäldern, deren Bäume von Pilzen befallen und von giftigen Pflanzen bedroht werden. Die Zeiten sind hart: Warlords streifen mit alten B52-Bombern (den Flugzeugen, die im 2. Weltkrieg Japan aus der Luft zerstörten) umher. Nausicaa wird ihr Tal verteidigen, so gut sie kann.




Das Leuchtkäfergrab
Hotaru no Haka
von Isao Takahata
Produktion: Shinchosha und Toru Hara
Musik: Yoshio Mamiya
Japan 1988, 92 Min., O.m.dt.U.
5.3. um 22.30,
7.3. um 22.30 mit Einf. (+ ,Totoro‘)

Der 12jährige Seita und seine kleine Schwester Setsuko in den Wirren des zweiten Weltkriegs: eine traurige Geschichte vom Abstieg in Not, Einsamkeit und Tod – kontrapunktiert von den kleinen Freuden der Kinder, etwa den Leuchtkäfern, die nachts aus dem hohen Gras am Strand aufsteigen.




Hexen-Spezial-Lieferung
Mayo no Takkyubin
von Hayao Miyazaki
Produktion: Hayao Miyazaki
Musik: Joe Hisaishi
Japan 1989, 102 Min., O.m.engl.U
3.3. um 22.30,
8.3. um 15.30

Kiki ist jetzt 13 Jahre alt und weil junge Hexen – wie jedes Kind weiß – in diesem Alter das Haus verlassen müssen, um sich eine ,eigene Stadt‘ zu suchen, fliegt Kiki in einer Vollmondnacht hinaus in den klaren Nachthimmel. Weil das Fliegen bis jetzt ihre einzige Kunst ist, macht sie einen ganz speziellen Lieferservice auf. Wenn die kleine Hexe ’mal nicht mehr weiter weiß, hat sie einen treuen Berater in ihrem Kater, der – weise und zynisch – auf alles eine Antwort weiß.




Mein Nachbar Totoro
Tonari no Totoro
von Hayao Miyazaki
Produktion: Toru Hara
Musik: Joe Hisaishi
Japan 1988, 86 Min., O.m.engl.U
7.3. um 22.30 mit Einf.
(+ ,Leuchtkäfergrab‘),
12.3. um 17.00

...entstand zeitgleich mit ,Das Leuchtkäfergrab‘ und könnte gegensätzlicher nicht sein: ein unschuldiger, dabei nicht oberflächlicher Familienfilm. Er spielt in einem „Japan, das keine Kriege erlebt hat“. Mei und Satsuki sind mit ihrem Vater aufs Land gezogen, weil die Mutter dort in einem Krankenhaus liegt. Die Mädchen erforschen das neue Haus und den naheliegenden Wald. Dort begegnen sie den Totoros: Geisterwesen, die nur Kinder sehen können. Mit ihren Augen kehren wir in die magischen Träume der Kindheit zurück.




Laputa, das Schloss in den Wolken
Tenko no Shiro Laputa
von Hayao Miyazaki
Produktion: Isao Takahata
Musik: Joe Hisaishi
Japan 1986, 124 Min., O.m.engl.U
6.3. um 22.30,
8.3. um 17.30

Laputa ist – wie bei John Swift – eine fliegende Insel. Der kleine Pazu lebt auf der Erde, er arbeitet in einer riesigen Mine, doch mit seinem Gedanken ist er immer in den Wolken. Eines Tages kommt ein Mädchen vom Himmel geschwebt. Wo kommt sie her? Pazu und Sheeta werden es herausfinden, auch wenn sich ihnen der listige Agent Muska und eine wilde Bande von Luftpiraten (5 Kinder und ihre Mutter!) in den Weg stellen, denn Sheeta ist die lange verloren geglaubte Prinzessin...




Erst Gestern
Omoide Poro Poro
von Isao Takahata
Produktion: Yasuyoshi Tokuma
Musik: Katsu Hoshi
Japan 1991, 116 Min., O.m.engl.U
9.3. um 17.00,
12.3. um 22.30

Die 27jährige Taeko ist mit ihrem Leben nicht mehr zufrieden. Auf der Fahrt in den Urlaub auf dem Bauernhof ihrer Schwester werden Erinnerungen aus ihrer Schulzeit in ihr präsent. Während Taeko auf dem Feld arbeitet, lebt sie in der Vergangenheit, sucht nach dem Punkt, an dem ihr Leben den Kurs eingeschlagen hat, den sie jetzt so gerne wieder verlassen würde. Diese ruhige Geschichte erlaubt einen ausführlichen Blick auf die (auch in den anderen Filmen) wunderbar ausgeführten Hintergründe und die natürliche Animation der Figuren.




Pom Poko
Heisei Tanuki Gassen Pompoko
von Isao Takahata
Japan 1994, 118 Min., O.m.engl.U.
9.3. um 15.15,
11.3. um 22.30

Tokyo breitet sich immer weiter aus. So wird auch ein Waldstück gerodet, in dem Tanuki-Bären leben. Diese intelligenten und magisch begabten Wesen können ihre äußere Form beliebig ändern – die Geschicktesten können menschliche Form annehmen. Da die Tanukis mit der neuen Siedlung überhaupt nicht einverstanden sind, beginnen sie einen sehr eigenartigen Krieg gegen die Zivilisation.




Ein Flüstern im Herzen
Mimi o Sumaseba
von Yoshifumi Kondo
Produktion: Hayao Miyazaki
Musik: Yuji Nomi
Japan 1995, 111 Min., O.m.engl.U
5.3. um 17.30

Die 14jährige Shizuku ist eine Leseratte. Wenn sie Bücher ausleiht, tut sie das dutzenweise. Eines Tages fällt ihr auf, daß in allen Büchern, die sie liest, schon von einem Jungen namens Seiji gelesen wurden. Als sie den ehrgeizigen jungen Mann kennenlernt, ist sie zuerst weniger begeistert. Doch sein fester Blick in die Zukunft gefällt dem Mädchen und sie beginnt, sich ernsthaft zu fragen, worin sie ,gut ist‘. Wie schon in ,Erst Gestern‘ weichen die Kinderträume und machen den realen Problemen des Erwachsenwerdens Platz.




Meine Nachbarn, die Yamadas
Japan 1999, 110 Min., O.m.engl.U.
4.+11.3. um 17.00

Die Familie der Yamadas ist sehr nett ... und sehr gewöhnlich, sehr japanisch, sehr unausgeglichen, sehr faul, sehr strebsam, sehr dumm, sehr gerecht, sehr... je nachdem, in welcher Episode dieser ironisch-konfusen Familien-Kompilation wir uns befinden.



Prinzessin Mononoke
Mononoke Hime
von Hayao Miyazaki
Produktion: Tosho Suzuki
Musik: Joe Hisaishi
Japan 1997, 135 Min., dt.F.
13.+18.3. um 22.30,
19.3. um 17.00

In ,Prinzessin Mononoke‘ kehrt Hayao Miyazaki zurück zum magischen und kampfbetonten Ton seines ersten Films ,Nausicaa‘. In einem mittelalterlichen Ambiente kämpfen Gut und Böse um die Vorherrschaft. Die Bezüge auf die Umweltzerstörung sind auch hier wieder stark ausgeprägt: Wenn das Böse gewinnt, wird dies das Ende des Waldes und seiner Tiere und all ihrer Magie sein.


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